Alba gu brath - kein Reisebericht

Einen Tag nach Weihnachten saß ich hier und sinnierte über dieses und jenes. Ich kam, der Jahreswechsel war ja schon greifbar nah, nicht umhin unser Jahr Revue passieren zu lassen. Und dabei wiederum kam ich, Gott sei Dank, nicht umhin an unseren Urlaub zu denken.

Da wir den Sommer über wieder mal keine Zeit hatten an Urlaub zu denken, geschweige denn zu fahren, fixierten wir dafür den September. Das Ziel änderte sich doch einige Male...klassischer Strandclubcocktailurlaub, mit Flugzeug oder Auto oder doch ein wenig weniger Sonne und dafür mehr Freiheit und Abenteuer? Wir entschieden uns für Letzteres und mit dieser Entscheidung stand auch unser Ziel schnell fest...ins Land der Distel, der grünen, schroffen Landschaften, der Castles und Lochs, der wilden Naturburschen in Röcken sollte es gehen - Schottland. Und da wir Freiheit und ein kleines bisschen Abenteuer wollten, entschieden wir uns, diese Reise mit einem Wohnmobil zu machen. Wir suchten also ein WoMo, welches unser Budget nicht komplett ausreizte (oder eigentlich schon;)) und fanden unseren Theodor, ein VW T3 mit Münnichaufbau. Mit Theo machten wir uns also auf den weiten Weg nach Schottland, immerhin 1200km und freuten uns einfach nur auf einen tollen, etwas anderen Urlaub.

Was wir allerdings erlebten war nicht toll und anders...es war ankommen. Ankommen in einem Leben, dass man viel, viel länger führen möchte. Ein Leben ohne dem engen Korsett das unser Alltag mit sich bringt...vielleicht nicht für immer, aber definitiv länger als 14 Tage. Und nicht nur Theo hat zu dieser Erfahrung beigetragen, sondern und vor allem Schottland hat in uns den Wunsch des Reisens und Entdeckens geweckt. Schottland...dieses Land voller Gegensätze, voller Erinnerungen an längst vergangene Zeiten, voller Geschichten, Schwere und Mystik. Ich war schon einmal in Schottland und auch damals war es sehr schön, aber halt "nur" sehr schön. Diesmal war es atemberaubend (und das nicht nur wegen des starken Windes). Diesmal war ich bereit. Bereit mich auf dieses wunderschöne Land und seine Bewohner einzulassen, bereit es so zu nehmen wie es ist, bereit auch die negativen Seiten anzunehmen...zb. das Wetter:) UND trotzdem jede Minute zu genießen. Um 8:00 morgens mit meinem Liebsten in Goodman am Strand zu sitzen, auf`s stürmische Meer zu blicken, einen Kaffee zu trinken, seinen Gedanken nachzuhängen...und einen Traum entstehen zu lassen: Was wäre wenn...

 

"Ihr seht und sagt: Warum? Aber ich träume und sage: Warum nicht?"

 

                                                        George Bernard Shaw

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