Afoch lebn...?

 

*Claudia

 

 

Lange haben wir getüfftelt, Ed und ich...wie wollen wir das was wir tun eigentlich nennen? Müssen wir`s benennen? Wir sind zu dem Entschluß gekommen, wir sollten es benennen, auch für uns. Und so überlegten wir hin und her, kreierten alle möglichen Namen und mit keinem konnten wir uns anfreunden. Irgendwann sagte Ed: „I wü afoch leben, ois aundare is ma wuaschd.“ Und, tata, er war geboren, der alles verheißende und nichts versprechende Name „AFOCH LEBN“. Und wenn sich jetzt vielleicht jemand denken mag: „Und, wos gscheidas is eich ned eigfoin?“, dem sei gesagt: „Na ;)

Afoch lebn beinhaltet für uns einfach alles, was wir in unserem Leben gerne haben möchten. Unsere Erkenntnis darüber haben wir auch erst über Umwege erlangt. Auch wir hatten unsere Vorstellungen davon, wie unser Leben aussehen soll...ein adrettes Eigenheim, möglichst groß, denn wer ist denn schon gerne eingeengt...ein großes (wenn möglich auch schönes) Auto, um bequem „reisen“ zu können...und, um das alles zu finanzieren, einen tollen Job mit guten Verdienstmöglichkeiten...bitte versteht mich nicht falsch, dass Alles hat durchaus seine Berechtigung und wenn diese Dinge jemand braucht um glücklich zu sein, dann ist es für ihn auch richtig.

Wir hatten eigentlich alles das, was wir dachten, wir bräuchten es um unser Glück zu finden. Doch wir fanden es nicht, was wir fanden war Frust und Unzufriedenheit, nicht weil wir das was wir hatten nicht schätzten, sondern weil immer etwas „fehlte“. Einmal fehlte dies und einmal fehlte das, nie war es komplett...Nie waren WIR komplett.

 

 

 „Die Sehnsucht ist es, die uns're Seele nährt und nicht die Erfüllung. Und der Sinn uns'res Lebens ist der Weg und nicht das Ziel. Denn jede Antwort ist trügerisch, jede Erfüllung zerfließt uns unter den Händen, und das Ziel ist keines mehr, sobald es erreicht wurde.“ Jaja,  Arthur Schnitzler war ein weiser Mann...

 

 

Nun, mit der Erkenntnis im „Gepäck“, dass „viel haben“ nicht unbedingt zu „viel sein“ führt, begannen wir zu grübeln, was denn nun unserem Glück auf die Sprünge helfen könnte. Wir erstellten Listen mit unseren Prioritäten, aber nicht mit unseren gewünschten, sondern mit unseren tatsächlichen Prioritäten (versucht das mal, ihr werdet Augen machen).

Mit was beschäftigten wir uns die meiste Zeit? Und ich kann euch sagen, die Wahrheit traf uns wie eine Abrissbirne (ohne Miley). Es war erschreckend, die meiste Zeit verbrachten wir mit Dingen, die uns bestenfalls egal waren und schlimmstenfalls so sehr gegen unsere Philosophien waren, dass wir jeglichen Sinn in diesem Tun, und in weiterer Folge in unserem Leben, vermissten. Kein Wunder also, dass wir uns langsam wie Zombies fühlten. Aber was wollen wir?! Und wieder erstellten wir Listen (ja, wir sind Listenfans), diesmal von unseren Was macht uns glücklich-Prioritäten, und was soll ich sagen, unsere Listen hätten unterschiedlicher nicht sein können....demnächst geht’s weiter :)

 

 

 

 

 

 

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0